Bislang stand in unserem Vorgarten eine zweisitzige Holzbank. Gerade im Hochsommer, wenn die (Süd-)Terrasse in der Sonne glühte, ein angenehmer (und kommunikativer) Ort für ein kleines Päuschen.

Dieses Projekt hat eine Besonderheit: Es musste quasi "von heute auf morgen" durchgeführt werden. Zwischen dem Wunsch unseres Sohns "Ich bräuchte für meine neue Studentenbude eigentlich ein Hochbett" und dem feststehenden Termin für den Aufbau "vor Ort" standen nur knapp drei Wochen zur Verfügung. Zudem ergab es sich, dass noch weitere Möbel bis zum Termin an die Raummaße angepasst werden mussten. Daher fielen alle mit Zeit und Muße zu fertigenden Konstruktionen aus und der Entwurf stand unter dem Motto: Schnell, aber stabil:

Hochbett

Es ist eine einfache Rahmenkonstruktion geworden, die aus Transportgründen aus einem Hauptteil und eine Erweiterung besteht. Die äußeren Rahmenhölzer sind auf Gehrung geschnitten und liegen auf den Ständern auf, die entsprechend an zwei Seiten ausgeklinkt sind. (Der verbleibende Zapfen hat noch einen Querschnitt von 5x5 cm.) Die stumpf stoßenden Träger der Erweiterung sind mit Winkelverbindern angeschlossen.
Alle Schrauben, die Träger und Ständer verbinden, sind durchgehend. Die Kopfbänder sind, dem Zeitmangel geschuldet, leider nur (mehrfach) aufgeschraubt. (Einlassen in Ständer und Träger wäre natürlich schöner gewesen.) Die Relingstützen sind ebenfalls mit durchgehenden Schrauben befestigt.
Der Belag besteht aus OSB mit Nut und Feder und ist mit den Trägrn verschraubt.

Da das Holz erst zwei Tage vor dem feststehenden Termin für den Transport eintraf, mussten wir alles in zwei Tagen zuschneiden und einmal testweise aufbauen. Die Leiter konnten wir aber zum Glück bereits vorher in Ruhe fertigen.

Und so sieht es an Ort und Stelle aus:

201  019

Man sieht an einzelnen Details die Zeitnot bei Konstruktion und Bau. Aber es hat bis zur Aufgabe der WG über sieben Jahre problemlos gehalten. Heute (2018) steht es, mit kleinen Umbauten, an anderer Stelle.

(Ursprünglich veröffentlicht auf woodworking.de)

2004 habe ich meine etwas ältere Metabo-TKS 5348 einer kleinen Tuningmaßnahme unterzogen:

TK01

Man kann sich jetzt streiten, ob das "Säge mit Schiebetisch" oder "Schiebetisch mit Säge" ist. Auf jeden Fall ist es eine wunderbare Sache, damit zu sägen.

Schiebetisch, Anschlagleiste, Tragarme und das dünnere von beiden Führungsrohren sind Gebrauchtteile und gehören eigentlich zu einer der "mittleren" Metabo-TKS. Das stärkere Führungsrohre ist aus dem Alfer-Programm (Alu-Halbzeug) und mit einer Halfenschiene verschraubt.

Etwas diffiziler war es, den Schiebetisch an die Säge zu bekommen. Die Platte der TK5348 ist zwar aus einem recht stabilen Alu-Druckguss, hat aber keine serienmäßigen Befestigungsmöglichkeiten für Tragarme oder eine Tischverlängerung.

Auf der Vorderseite wurde unter der Schiene für den Parallelanschlag ein auf Maß gefeiltes Distanzstück aus Alu-Flachmaterial flächig von unten mit dem Tisch verschraubt. In ihm sind die Befestigungsbohrungen für die Schrauben der Tragarme.

TK02

Auf der Rückseite wurde als Distanzstück ein Alustab 15x15mm an drei Stellen mit der Tischplatte verschraubt. Die Tischplatte hatte an diesen Stellen genur "Fleisch", so dass ich Sacklöcher für M5-Schrauben unterbekam. Die Schraubenköpfe sind in der Aluleiste versenkt. Die beiden sichtbaren Unterlegscheiben sind die "Feinabstimmung" der Höhe, damit kommt die Platte des Schiebetischs genau auf die Höhe des Maschinentischs.

TK03

An Werkzeug habe ich lediglich eine normale Metall-Bügelsäge, Feilen und Gewindebohrer benötigt. Schraubstock und Tischbohrmaschine waren eh da.

Hinweis: Diese Beschreibung habe ich bereits 2004 an anderer Stelle veröffentlicht. Da der damals benutzte Bilderhost nicht mehr existiert, habe ich auf mehrfache Bitte die etwas überarbeitete Beschreibung hier erneut veröffentlicht.